Vorstand

Der Vorstand der DCG

Vorsitzender:
Prof. Dr. Uwe Voigt, Universität Augsburg, Universitätsstr. 10, 86159 Augsburg, Tel.: 0821/598 5568, E-Mail: denkagentur@gmx.de

Stellvertretender Vorsitzender:
Prof. Dr. Meinert A. Meyer, Althausweg 139, D-48159 Münster, Tel.: 0251/212764, E-Mail: meinert.meyer@onlinehome.de

Schriftführer:
Dipl. sc. pol. Henning Vierck,Neckarstraße 5, D-12053 Berlin, Telefon: 030 / 686 61 06, E-Mail: comenius-garten@t-online.de

 

Schatzmeister:
Bezirksbürgermeister a.D. Sigurd Hauff, Seegefelder Straße 18, D–13583 Berlin, Tel.: 030/333 45 95, Fax: 030/33 60 78 91, E-Mail: s.hauff@valti.org

beate@motel-rixdorf.de

Beisitzer:
1) Dipl.-Päd. Pfr. Manfred Richter, Milinowskistraße 24, D–14169 Berlin, Telefon: 030 / 801 62 83, E-Mail: richter_kunstdienst@web.de 2) Pfr.in Dr. Katrin Stückrath, Im Grubenfeld 6, D-44532 Lünen, Telefon: 02306 / 3024009, E-Mail: kstueckrath@gmx.de 3) Prof. Andreas Fritsch, Wundtstr. 46, 14057 Berlin, Tel./Fax: 030/3217746, E-Mail: classics@zedat.fu-berlin.de

Stellvertretende Beisitzer:
1) Bischof Theodor Clemens, Herrnhuter Weg 6, D-73087 Bad Boll, Telefon: 07164 / 91255-25, E-Mail: clemens@bruedergemeine-bad-boll.de 2) Prof. Dr. Veit-Jakobus Dieterich, Steinhalde 27/2, D–73655 Plüderhausen, Telefon: 07181 / 99 07 15, E-Mail: veitdieterich@gmx.de 3) Prof. Dr. Walter Eykmann, MdL a.D., Franz-Stadelmayer-Straße 14, D–97074 Würzburg, Telefon: 0931 / 854 23 und 089, E-Mail: walter.eykmann@t-online.de

 

andreas.lischewski@gmx.de 2) Prof. Dr. Joachim Bahlcke (Universität Stuttgart), Keplerstraße 17, 70174 Stuttgart, Tel.: 0711/685-82341, E-Mail: joachim.bahlcke@hi.uni-stuttgart.de 3) Jürgen Beer (Clara-Schumann-Gymnasium Dülken) Tel. 02157/909019, E-Mail: juebeer@t-online.de 4) Prof. Dr. Veit-Jakobus Dieterich (Pädagogische Hochschule Ludwigsburg), Steinhalde 27/2, 73655 Plüderhausen, Tel.: 07181/99 07 15, E-Mail: veitdieterich@gmx.de 5) Prof. Dr. Andreas Dörpinghaus, Universität Würzburg, andreas.doerpinghaus@uni-wuerzburg.de 6) Prof. Dr. Sabine Reh, Direktorin der Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung, Berlin, E-Mail: sabine.reh@dipf.de 7) Martin Rothkegel, Elstal
8) Dr. Hartmut Rudolph, Hannover, pabulei@yahoo.de

 

Comenius-Garten in Berlin (mit Comenius-Denkmal von Josef Vajce):
Leitung: Dipl. sc. pol. Henning Vierck
Richardstraße 35, D–12043 Berlin-Neukölln (Nähe U-Bhf. Karl-Marx-Straße)
Seminare und Führungen bitte vereinbaren: Tel. 030 / 686 61 06
E-Mail: comenius-garten@t-online.de

 

Zum Tod des Ehrenvorsitzenden der DCG:
Die Deutsche Comenius-Gesellschaft trauert um ihren Ehrenvorsitzenden, Herrn Dr. Dr. h. c. Werner Korthaase, der am 6. Mai 2008 verstorben ist. Die öffentliche Gedenkveranstaltung fand am 27. Mai 2008 im Saal der Evangelischen Brüdergemeine im Böhmischen Dorf (Berlin-Neukölln) statt. Siehe „Gedenkveranstaltung für Werner Korthaase“ unter dem Link Veranstaltungen.
Anlässlich seines 70. Geburtstages (am 4. Mai 2007) erschien die 958 Seiten umfassende Festschrift, die über die Geschäftsstelle der DCG (siehe oben) für 60 Euro erhältlich ist: P. Zemek, J. Beneš, B. Motel (Hg.): Studien zu Comenius und zur Comeniusrezeption in Deutschland. Berlin 2008.

 


Publikationen der DCG:

Comenius-Jahrbuch
Im Auftrag der Deutschen Comenius-Gesellschaft hrsg. von Prof. Dr. Joachim Bahlcke (Stuttgart), Prof. Andreas Fritsch (Berlin) und Prof. Dr. Uwe Voigt (Augsburg).

Redaktioneller Beirat des Comenius-Jahrbuchs:

Jürgen Beer (Brüggen), PhDr. Jirí Benes (Praha), Dr. Dietrich Blaufuß (Erlangen), Prof. Jean Caravolas, PhD (Montreal), Prof. Dr. Jacques Carpay (Amsterdam), Prof. Dr. Giordano Formizzi (Verona), Prof. Dr. Howard Hotson (Aberdeen), Prof. Dr. Ryszard Kucha (Lublin), Prof. Dr. Junzo Inokuchi (Kyoto), Markku Leinonen (Jyväskylä), Prof. Dr. Lars Lindström (Stockholm), Beate Motel (Berlin), Dr. S. Katalin Neméth (Budapest), Ulrich Schäfer M.A. (Frankfurt am Main), Prof. Dr. Günter Rudolf Schmidt (Erlangen), Prof. Dr. Margarita Schweizer (Córdoba, Arg.), Dr. Leonhard Stroux (Berlin), Prof. Dr. Erdmann Sturm (Münster), Prof. Dr. Francecs Torres Mari (Palma), Dr. Uwe Voigt (Bamberg), Prof. Dr. Thomas Winkelbauer (Wien), Ming-Lieh Wu (Chia-Yi), Redaktionssekretär: Dipl.-Vw. Hans-Holger Schröter-Oestreich.

Das Comenius-Jahrbuch erschien von 1993-1998 im Academia Verlag (Sankt Augustin), seit 1999 im Schneider Verlag Hohengehren (Baltmannsweiler), ab 2003 wieder im Academia Verlag. Ausführliche Inhaltsangaben zu den einzelnen Bänden findet man unter dem Link COJ/AC (siehe oben).

Ein internationales Standardwerk über J. A. Comenius:
Comenius und der Weltfriede

Comenius und der Weltfriede. Comenius and World Peace. Hg. von Werner Korthaase, Sigurd Hauff, Andreas Fritsch unter Mitarbeit von Beate Motel, Jürgen Beer, Philip Devlin, Jiří Beneš, Hans-Holger Schröter. Berlin: Deutsche Comenius-Gesellschaft Berlin, 2005, 992 Seiten, 275 Abbildungen, Fadenheftung, fester Einband. Alle deutschsprachigen Beiträge mit englischer Zusammenfassung. Der hier vorgestellte Band, aus Stiftungsmitteln finanziert, wird nicht im Buchhandel vertrieben. Er ist für 60 Euro (inclusive Verpackung und Porto) erhältlich unter der Adresse: Deutsche Comenius-Gesellschaft, Beate Motel, Richardstraße 80, D-12043 Berlin). 

Den Anlass für diesen sehr umfangreichen Sammelband über Jan Amos Comenius bot die im Oktober 2001 in Berlin von der Deutschen Comenius-Gesellschaft in Verbindung mit der deutschen UNESCO-Kommission durchgeführte internationale Tagung zum Thema „Comenius und der Weltfriede. Gewalt sei ferne den Dingen“. Sie fand unmittelbar nach dem New Yorker Attentat statt und stand naturgemäß unter dem Eindruck dieses Ereignisses. Aber der Entschluss zur Durchführung einer internationalen Tagung zum genannten Thema wurde schon vorher wegen der nicht enden wollenden Gewalttätigkeiten im engeren europäischen Bereich gefasst. Comenius als pädagogischer Neuerer und pädagogischer Theoretiker ist vielen ein Begriff; dass er sich mit seiner Pädagogik auch das Ziel setzte, dem Frieden zu dienen und den Frieden vorzubereiten, und zwar weltweit, das ist kaum bekannt. Die Literatur darüber ist noch immer sehr dürftig und schwer aufzufinden. Vieles ist in tschechischer Sprache verfasst und deshalb nur sehr wenigen zugänglich. Der nun erschienene Sammelband ist der UNESCO zum 60. Jahr ihrer Gründung gewidmet. Er macht mit zahlreichen neueren Forschungsergebnissen bekannt und wird für weitere Studien über J. A. Comenius unentbehrlich sein. Auf der Rückseite des Einbandes sind Würdigungen des Comenius aus der Feder von Friedens-Nobelpreisträgern zu finden, auch vom bedeutenden englischen Publizisten H. G. Wells sowie von Jean Piaget. Mit diesen Würdigungen des Comenius bekannt zu machen, ist sicher nicht unangebracht:
Christian Lous Lange, der Friedensnobelpreisträger des Jahres 1921 schrieb 1919: “Comenius is known as the founder of modern pedagogy. He also deserves a place in the history of internationalism, because he sought to unite, not just individuals, but also nations, in a great common endeavour to achieve a general improvement of humanity.” Der Friedensnobelpreisträger von 1952, Albert Schweitzer, schrieb 1969 über Comenius: „He is the first philosopher who time and time again found himself required to tackle the problem of peace. With him philosophy dares to enter the spheres of politics.” Und der Friedensnobelpreisträger von 1971, Willy Brandt, empfahl 1992: “We might feel encouraged to draw on Comenius’ experience of life – as educator, thinker and asylum seeker – and to use it in his spirit for an ‘improvement of human affairs’.”
Erklärte Jean Piaget 1957: “Comenius is thus among the authors who do not need to be corrected or, in reality, contradicted in order to bring them up to date, but merely to be translated and elaborated“, so gibt H. G. Wells im Jahr 1921 auf die sich sicher aufdrängende Frage, weshalb dies so sei, die Antwort: “In many ways the thinkers and writers of the early seventeenth century seem more akin to us and more sympathetic with the world of today, than any intervening group of literary figures. Comenius felt none of the security that was felt in the eighteenth and nineteenth century of the certainty of progress. He realized as we do that the outlook for humanity is a very dark and uncertain one unless human effort is stimulated and organized.”
Da hier nur auf dieses neue Buch über J. A. Comenius und die Möglichkeit, es zu erwerben aufmerksam gemacht werden soll, seien hier nur einige der Autoren mitgeteilt und einige der von ihnen behandelten Themen.
Zwei Repräsentanten der UNESCO, Klaus Hüfner und Federico Mayor, berichten über Comenius und die Bemühungen der UNESCO um den Frieden und das Erbe von Comenius. Auf aktuelle Bezüge machen die Beiträge von Jaroslavá Pešková und Heinrich Beck aufmerksam. Linien zur Tradition des Erasmus von Rotterdam zeigen Gottfried Bräuer und Jürgen Beer auf (Advice to princes in the works of J. A. Comenius and Erasmus of Rotterdam). Über den gewaltlosen Weg des Comenius zum Frieden berichten die Autoren Andreas Fritsch (Alles fließe von selbst, Gewalt sei ferne den Dingen. Das Emblem des Johann Amos Comenius), Dagmar Čapková (Comenius and res humanae), Jiří Beneš (Cesta pokoje), Jürgen Beer und Erwin Schadel (Grundriss der Comenianischen Reform- und Friedensbemühungen), über die Bemühungen des Comenius um die Erarbeitung einer Weltsprache drei weitere Beiträge (u. a von Giordano Formizzi und Umberto Eco). Den philosophischen und staatstheoretischen Einordnungen ist viel Platz gewidmet (Dmitrij Čiževskij: Comenius and western philosophy, Dietrich Mahnke: Die Pansophie als bestes Mittel zur Friedensstiftung, Jan Patočka: Vom Wohl des Volkes zum Frieden der Völker, Gerhard Schilfert: Komenskýs Anschauungen vom Staat in ihren Beziehungen zu den deutschen und westeuropäischen Staatstheorien seiner Zeit). Über die politischen und sozialen Ziele berichten Sigurd Hauff und Veit-Jakobus Dieterich (Soziale Gerechtigkeit bei Comenius). Über die historischen Wurzeln des Denkens von Comenius und über Würdigungen seines Schaffens findet man ebenfalls mehrere Beiträge (u. a. Vilém Herold: Der Friedensplan des böhmischen Königs Georg von Podiebrad und die Friedenspläne des Johann Amos Comenius). Der Leibnizkenner Hartmut Hecht berichtet über das Lobgedicht des jungen Leibniz, von Leibniz nach dem Tode von Comenius verfasst.
Über den Unterschied der Staatsauffassungen des Comenius und des Machiavelli berichtet Vladimír Urbánek (Reason of state and celestial politics: The Anti-Machiavellianism of J. A. Comenius), und über Comenius’ Wunsch, dass wissenschaftliche Akademien gegründet werden müssten, verfassten der Akademiegeschichtsschreiber Conrad Grau sowie Werner Korthaase (Comenius’ pansophic Universal University of Nations, Sciences and Arts) Beiträge.
Natürlich enthält dieser Band auch zahlreiche Aufsätze zum Thema „Friedenspädagogik“, und deshalb seien einige von ihnen genannt: Isaak Leon Kandel (John Amos Comenius, citizen of the world), Jean Piaget (Die Aktualität des Johann Amos Comenius), Andreas Fritsch (Regulae vitae. Comenius’ Lebensregeln für die Jugend), Andreas Flitner („Wolfskinder“. Über die Erziehungsbedürftigkeit des Menschen), Hanna-Renate Laurien (Erziehung zur Menschlichkeit nach der Didactica magna des Johann Amos Comenius), Walter Eykmann (Die Comenianische Idee des Friedens und der Friedenserziehung im Angelus pacis), Karl Ernst Nipkow (Erziehung zum Frieden – Perspektiven evolutionärer Ethik), Hermann Röhrs (Die Friedensidee des J. A. Comenius – die substanzielle Mitte seines Werkes), Franz Pöggeler (Globale Perspektiven der Friedenslehre von J. A. Comenius und Friedrich Wilhelm Foerster), Sabine Meyer (Ganzheitlichkeit als Prinzip der Friedenserziehung bei Comenius).
Es fehlen in diesem Band nicht Beiträge zur „Theologie des Friedens” und zum Thema „Utopie und Realität“ (u. a. von Ferdinand Seibt: Utopie und Völkerbund: Comenius, Werner Korthaase: Die Insel Utopia des Comenius). Das Buch enthält auch einen in dieser Ausführlichkeit bisher in der deutschen Literatur nicht vorhandenen Überblick über das Leben des Comenius (A biographical time chart) und die in Arbeit befindliche Gesamtausgabe der Werke von Comenius (Martin Steiner: The works of Comenius: Criteria of the classification of over 200 titles).
In diesem Sammelband findet man grundlegende Texte des Comenius zum Thema „Krieg und Frieden“, und der letzte Beitrag des Bandes ist ebenfalls ein Text von Comenius, in dem dieser die Bedingungen für die Schaffung eines dauerhaften Friedens in der Welt formuliert. Was er schreibt und fordert, verblüfft und weist in jene Richtung der globalen Friedenssicherung, für die man sich heute und künftig entscheiden sollte (Comenius: Without these three colleges, it will be impossible to reform the world).
Werner Korthaase, Berlin