28 Mai

Dagmar ÄŒapkova verstorben

Soeben hat uns die Mitteilung erreicht, dass Frau Prof. Dr. Dagmar ÄŒapkova am 24. Mai 2016 im Alter von 90 Jahren in Prag verstorben ist. Unser Mitgefühl gilt allen, denen sie nahegestanden ist. Unsere bleibende Dankbarkeit gebührt einer ebenso unerschrockenen wie produktiven, menschlich und fachlich exzellenten Comeniologin „im Werk wie im Leben“, wie die für sie auf Tschechisch erschienene Todesanzeige so treffend feststellt. Das Werk des Comenius zu erforschen, durch Ausgaben bekanntzumachen und auch auf dieser Grundlage internationale Kontakte zu knüpfen verstand sie wie kaum jemand anders.  Unter anderem ermutigte und bewilligte sie 1992 auch als Vertreterin der Unie Comenius die Gründung der Deutschen Comenius-Gesellschaft. Unsere Gesellschaft wird ihr immer ein ehrendes Andenken bewahren.

Die Trauerfeier für Frau Čapkova  findet am 6. Juni 2016 um 11:15 Uhr im Festsaal des Krematoriums im Prager Stadtteil Motol statt.

27 Mai

Veranstaltung am 17. 6. 2016: Prag, Werkstatt der Ersten Reformation – die Kirche der Böhmischen Brüder heute

Deutsche Comeniusgesellschaft in Zusammenarbeit mit

Ev. Brüdergemeine Berlin-Neukölln

 

Pressemitteilung mit Bitte um Veröffentlichung

 

 

Einladung zur Vortragsveranstaltung am 17. Juni 2016, 15-18h

Saal der Brüdergemeine Berlin-Neukölln,  Kirchgasse 17

(verändertes Programm)

 

Prag, Werkstatt der Ersten Reformation – die Kirche der Böhmischen Brüder heute

 

Begrüßung:

Pfarrer Christoph Hartmann, Berlin, Ev. Brüdergemeine,

Prof. Dr. Uwe Voigt, Augsburg, Vorsitzender der Deutschen Comeniusgesellschaft

 

Referenten:

Pfarrer Dr. Manfred Richter, Berlin: Von Jan Hus, Hieronymus von Prag, Jakobell van Mies zu den „Hus-iten“ und zur reformiert-katholischen Landeskirche der „Utraquisten“

Magister Richard F. Vlasák, Budweis / Leipzig: Evangelische Kirche der Böhmischen Brüder – Kirche der böhmischen Reformation ? Zum Stand der Forschung. Verlorene Identität als Herausforderung heute.

 

Mit Gelegenheit zur Aussprache. Stehempfang.

 

Der Kirchenhistoriker Amedeo Molnár hat zurecht bemerkt, daß wir von einer Ersten Reformation sprechen müssen, wenn wir die Erneuerungsbewegungen in der abendländischen Kirche bis zum 15. Jh., besonders die böhmische, betrachten. Die aus ihr entstandenen Kirchen konnten trotz der Hinrichtungen von Jan Hus und Hieronymus von Prag vor 600 Jahren auf dem Konstanzer Konzil auch durch blutige Kreuzzüge nicht mehr vernichtet werden. Heute gibt es am einstigen Vorgehen amtskirchliche Selbstkritik und die Bemühung um eine Neubewertung für die heutige ökumenische Bewegung. Zugleich sieht sich die Kirche der Böhmischen Brüder nach der kommunistischen  Missdeutung, als habe es sich um eine reine Sozialrevolution gehandelt, im Überlebenskampf. Hierzu wird  Magister Richard F. Vlasák, Doktorand an der Universität Budweis, Forschungen mitteilen.

 

 

Im Auftrag des  Vorstands der DCG: Dr. Manfred Richter, Milinowskistr. 24, 14169 Berlin

  1. 5. 2016